Das Glück ist eine leichte Dirne...
Heinrich Heine (1797–1856)
Entstehungsjahr: 1851
Das Glück ist eine leichte Dirne,
Und weilt nicht gern am selben Ort;
Sie streicht das Haar dir von der Stirne
Und küßt dich rasch und flattert fort.
Frau Unglück hat im Gegentheile
Dich liebefest an’s Herz gedrückt;
Sie sagt, sie habe keine Eile,
Setzt sich zu dir an’s Bett und strickt.
Kurzkommentar
Ein Gedicht über das flüchtige Glück und das beständige Unglück, das Ironie und Lebensphilosophie ausdrückt.
Tags:
Glück
Ironie
Philosophische
Trauer