Ein Fichtenbaum steht einsam
Heinrich Heine (1797–1856)
Entstehungsjahr: 1822
Ein Fichtenbaum steht einsam
Im Norden auf kahler Höh’.
Ihn schläfert; mit weißer Decke
Umhüllen ihn Eis und Schnee.
Er träumt von einer Palme,
Die, fern im Morgenland,
Einsam und schweigend trauert
Auf brennender Felsenwand.
Kurzkommentar
Das Gedicht zeigt einen einsamen Fichtenbaum im kalten Norden, der von einer fernen Palme im heißen Morgenland träumt. Beide Bäume stehen getrennt voneinander und bleiben trotz ihrer Gegensätzlichkeit in derselben Einsamkeit verbunden.
Tags:
Einsamkeit
Kurze
Natur
Romantische
Trauer
Winter